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Woher stammt eigentlich der Muttertag?

Viele Menschen glauben, dass der Muttertag eine Erfindung der Nazis und somit ein Überbleibsel aus dem Dritten Reich sei. Die ist jedoch ein Irrtum, da diese den Muttertag nicht erfanden, sondern lediglich missbrauchten. So wurden schon in der Antike in Griechenland die Mütter an einem bestimmten Tag im Jahr geehrt. Als das alte Reich der Griechen jedoch zerfiel, verschwand auch diese Tradition, welche zwar in der Zeit danach immer wieder von verschiedenen Herrschern aufgegriffen wurde, jedoch ihre Inspiration nicht bei den Griechen nachgewiesen werden konnte. Im 13. Jahrhundert führte Heinrich III. in England den “Mothering Day” ein. Bei diesem ging es jedoch viel mehr darum, der “Mutter Kirche” zu gedenken, was die ganze Familie zusammenführte und in die Kirche gingen ließ.

Der wirkliche auch heute bekannte Muttertag findet seinen Ursprung in Amerika. Dort wollte die Frauenrechtlerin Anna Jarvis die Einführung eines offiziellen Feiertages zu Ehren der Mütter. Dieser wurde 1914 national in den USA anerkannt. Als Datum wählte Ann Jarvis dabei den Todestag ihrer eigenen Mutter, welcher der 9. Mai 1905 war. Damit wollte sie zum einen ihre eigene Mutter ehren und unvergessen machen und auf der anderen Seite den Frauen mehr Rechte zu sprechen. So kam es, dass erst der Kongress den 8. Mai zum Muttertag erklärte und anschließend der Präsident ihn zum nationalen Feiertag ernannte.

Anschließend folgten recht schnell viele europäische Länder dem Beispiel der USA. Die ersten waren dabei die Engländer, welche den Tag einführten. 1922 war es dann auch in Deutschland soweit, also lange Zeit vor den Nazis. Doch woher kommt der Irrglaube, dass die Nazis diesen Tag eingeführt hätten? Das hat einfach damit zu tun, dass der Muttertag in keiner anderen Zeit so sehr von Seiten des Staates zelebriert wurde wie unter Adolf Hitler.

Der Muttertag

Woher stammt eigentlich der Muttertag? Böse Zungen könnten ja nun wie beim Valentinstag behaupten, dass die kommerziellen Betriebe wie die Floristik diesen selbst ins Leben gerufen hätten um damit ihre Umsätze zu steigern. Doch diesem muss man leider widersprechen, da der Ursprung des Tages tatsächlich keinerlei kommerziellen Hintergedanken hatte.

So gilt als Begründerin des heutigen Muttertages die Amerikanerin Anna Marie Jarvis. Diese veranstaltete damals am zweiten Sonntag nach dem Todestag ihrer Mutter ein “Memorial Mothers Day Meeting”. Sie drängte darauf, dass dieser im nächsten Jahr wieder stattfand, was dann auch so kam. So widmete sie sich von da an komplett der Aufgabe einen offiziellen Muttertag zu erschaffen. Die Initiative die sie dabei gründete schickte vor allem Briefe an Politiker, Geschäftsleute, Geistliche und Frauenvereine, in welchen sie ihr Anliegen verdeutlichte. Erstaunlicherweise wuchs diese Bewegung sehr rasch, sodass es schon 1909 den Muttertag in 45 Staaten der USA zum Feiern gab. 1914 wurde der Muttertag dann schließlich zum nationalen Feiertag. Durch die rasche und starke Verbreitung stieg natürlich auch die Kommerzialisierung des Feiertages, was vor allem die Gründerin sehr störte. Von da an machte sie es sich zur Aufgabe für die Abschaffung des Muttertages einzustehen, was jedoch erfolglos blieb.

Kommerzieller ist dabei schon der Ursprung in Deutschland. So haben dort viele Blumengeschäfte einen Banner mit der Aufschrift “Ehret die Mutter” in die Schaufenster gehängt und den Feiertag somit etabliert. Der Feiertag ist jedoch kein fester staatlicher Feiertag, sondern lediglich eine Übereinkunft diverser Wirtschaftsverbände. So findet er am zweiten Sonntag im Mai statt und kann somit zu ungünstigen Zeitpunkten (wie es 2008 der Fall war) mit Pfingstsonntag auf einen Tag fallen. Für die Blumengeschäfte gilt an diesem Tag eine Sonderregelung, sodass sie obwohl es Sonntag ist geöffnet haben dürfen (außer es ist auch noch Pfingstsonntag).

 

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