Woher stammt eigentlich der Muttertag? Böse Zungen könnten ja nun wie beim Valentinstag behaupten, dass die kommerziellen Betriebe wie die Floristik diesen selbst ins Leben gerufen hätten um damit ihre Umsätze zu steigern. Doch diesem muss man leider widersprechen, da der Ursprung des Tages tatsächlich keinerlei kommerziellen Hintergedanken hatte.
So gilt als Begründerin des heutigen Muttertages die Amerikanerin Anna Marie Jarvis. Diese veranstaltete damals am zweiten Sonntag nach dem Todestag ihrer Mutter ein “Memorial Mothers Day Meeting”. Sie drängte darauf, dass dieser im nächsten Jahr wieder stattfand, was dann auch so kam. So widmete sie sich von da an komplett der Aufgabe einen offiziellen Muttertag zu erschaffen. Die Initiative die sie dabei gründete schickte vor allem Briefe an Politiker, Geschäftsleute, Geistliche und Frauenvereine, in welchen sie ihr Anliegen verdeutlichte. Erstaunlicherweise wuchs diese Bewegung sehr rasch, sodass es schon 1909 den Muttertag in 45 Staaten der USA zum Feiern gab. 1914 wurde der Muttertag dann schließlich zum nationalen Feiertag. Durch die rasche und starke Verbreitung stieg natürlich auch die Kommerzialisierung des Feiertages, was vor allem die Gründerin sehr störte. Von da an machte sie es sich zur Aufgabe für die Abschaffung des Muttertages einzustehen, was jedoch erfolglos blieb.
Kommerzieller ist dabei schon der Ursprung in Deutschland. So haben dort viele Blumengeschäfte einen Banner mit der Aufschrift “Ehret die Mutter” in die Schaufenster gehängt und den Feiertag somit etabliert. Der Feiertag ist jedoch kein fester staatlicher Feiertag, sondern lediglich eine Übereinkunft diverser Wirtschaftsverbände. So findet er am zweiten Sonntag im Mai statt und kann somit zu ungünstigen Zeitpunkten (wie es 2008 der Fall war) mit Pfingstsonntag auf einen Tag fallen. Für die Blumengeschäfte gilt an diesem Tag eine Sonderregelung, sodass sie obwohl es Sonntag ist geöffnet haben dürfen (außer es ist auch noch Pfingstsonntag).








